Ernährung

Klimafreundliches Menü _ Znüni

Am Fachbereichstag der Kantonsschule Obwalden fand ungewöhnlicher Unterricht statt. Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Klassen befassten sich mit dem Thema „Klimafreundliches Menü“. Karin Spori von myclimate referiert am Nachmittag vor einer zweiten Gruppe von Schülerinnen und Schülern. Einige bedenkenswerte Überlegungen, welche die Gymnasiasten und Gymnasiastinnen nach Hause nehmen werden:

# Eine amerikanische Familie hat pro Woche $341 für den Kauf von Lebensmitteln zur Verfügung. Bei einer indischen Familie sind es noch $39 und eine Familie aus dem Tschad muss sich mit $25 begnügen.
# Drei Viertel der Weltfläche werden zur Produktion von Futtermitteln für Tiere verwendet.
#Die Herstellung einer Fleischkalorie braucht 10 Pflanzenkalorien.

Stimmen von Schülerinnen und Schülern und Impressionen:

Auf die Frage, was sie zukünftig an ihrem Essverhalten ändern würden, antwortete beispielsweise Karin Hess: „Ich belasse eigentlich alles beim Alten, da ich sowieso nicht allzu viel Fleisch esse.“ Livio Ettlin ergänzte: „Erst das Input-Referat hat mir richtig bewusst gemacht, wie viel Kraftfutter eine Kuh zur Aufzucht benötigt.“ Ziemlich alle Gymnasiastinnen und Gymnasiasten überraschte, wie viele Quadratmeter Regenwald pro Jahr wegen des Sojaanbaus verloren gehen, die zur Fütterung von Rindern und Kühen benötigt werden. „Mich hat beeindruck“, meinte Fabio Bieri, „dass insgesamt 56 m2 Regenwald verloren gehen, wenn ich pro Woche ein Kilo Fleisch esse.“ „Das muss irgendwie geregelt werden!“, findet Lina Windlin.

Dass ein klimafreundliches Menü auch einen sinnlichen Aspekt hat, zeigten der grosse Einsatz der SchülerInnen beim Herstellen der verschiedenen Desserts, das Gelächter in der Küche, die verschiedenen Tischdekorationen und natürlich die Qualität der dargebotenen Süssigkeiten.
Projektteam
Teddy Amstad
Schule
Kantonsschule Obwalden
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