Ernährung

Saisonales Kochbuch

Saisonales Kochbuch mit Erlebnisbericht

Unser SCHMAK-Projekt ist ein Kochbuch, in dem wir saisonale Rezepte vorstellen. Jeweils ein 4er-Team recherchiert pro Monat in Gesprächen mit Eltern, Grosseltern, Nachbarn, Freunden und Verwandten sowie beim Marktbesuch oder direkt beim Bauern ein saisongerechtes Rezept. Gemeinsam wird eingekauft, gekocht und das Menu genossen. Die Erfahrungen und Menus präsentieren wir uns gegenseitig in der Klassenstunde und dokumentieren sie in einem digitalen Kochbuch. Wie viele moderne Kochbücher listen wird unsere Rezepte nicht nur auf, sondern schildern auch unsere Recherchen und Erlebnisse.

Folgende Gedanken und Erfahrungen haben wir im Rahmen unseres Projekts gemacht:

Wir haben uns entschieden, unser Kochbuch nur bei Bedarf- z.B. als Geschenk- zu drucken, da wir nicht unnötig Papier und Tinte brauchen wollen. Zudem soll unser Buch auf der Homepage der KSR erscheinen. So haben alle Interessierten Zugriff auf unsere Rezepte.

Wir benützen bei unserem Projekt möglichst nur Innlandprodukte, um eigene Ressourcen zu brauchen und nicht die von Ländern, die davon wenig haben, wie z.B. Spanien. Dort haben sie wenig Wasser und brauchen dieses z.B. für Erdbeeren, die bei uns schon im Februar angeboten werden. Sie sind nur so billig, weil die Arbeiter viel schlechter als bei uns bezahlt werden. Wir möchten auch nicht, dass durch den langen Transport die Umwelt durch das viele CO2 verschmutzt wird. Deshalb kaufen wir Produkte aus der Region. Auch achten wir darauf, Freilandprodukte zu kaufen, da die Gewächshäuser zu viel wertvolle Energie verbrauchen. (Melanie, Carmel, Caroline, Jessica, Flavia )

Dank unseres Bewusstseins für saisonales Kochen können wir die Umwelt mehr schonen. Für saisonales Kochen brauchen wir keine Esswaren, die aus anderen Ländern importiert werden müssen. Gleichzeitig verdienen auch die Schweizer Bauern mehr, weil wir ihre Produkte im Supermarkt einkaufen. (Jeannine)

Um im riesigen Angebot eines Supermarkts herauszufinden, ob ein Produkt wirklich saisonal ist oder nicht, muss man den Herkunftsort auf den Schildern ausfindig machen. Ist das Produkt aus der Schweiz, kann man davon ausgehen, dass es saisongerecht ist. Auch in Ländern, wie z.B. Deutschland und Frankreich, die ähnliches Klima wie wir haben, ist das meist so. Schwierig wird es z.B. bei Tomaten aus Süditalien, weil die ein wärmeres Klima haben. Da sind die Gemüse und Früchte oft etwas früher Saison. (Melanie)



Durch unsere Gespräche haben wir auch andere Menschen zum saisonalen Kochen angeregt.
Bei meiner Recherche habe ich mit meiner Grossmutter aus Kroatien ein Gespräch geführt. Ich habe sie gefragt, was jeweils typisch saisonal gekocht wird?
Meine Grossmutter kocht nicht immer saisonal, mit der Begründung, dass es in Lebensmittelläden alles erhältlich ist. Sie erinnerte sich aber in unserem Gespräch an früher und hatte danach gleicht wieder Lust, mal wieder ein traditionelles Gericht zu kochen. Früher kochte sie, was sie im Garten oder auf dem Feld hatte. Es wurde nur Zucker, Salz und Öl eingekauft. Die restlichen Lebensmittel kamen aus dem Garten-, Feld- oder Tierbestand. Exotische Früchte wie Bananen, Ananas oder Orangen kannte man damals nicht, weil diese nicht in der Region wuchsen. Typische kroatische Spezialitäten sind deshalb Sarma, Palacinke, gefüllte Peperoni und Cevapcici. Traditionen sind: Neujahr gibt es nebst anderen Gerichten unbedingt Sarma. Bei feierlichen Anlässen, wie Taufen, Hochzeiten…gibt es immer Spanferkel. (Kimberly)

SCHMAK ist nicht immer so einfach. Wir kochten zum Beispiel im Wald, um Strom zu sparen. Doch nun haben wir erfahren, dass ein offenes Holzfeuer viel Feinstaub in die Atmosphäre abgibt. Auch brauchten wir für die Kartoffeln Alufolie. Auf jeden Fall haben wir das gemeinsame Kochen genossen. Die schönen Erlebnisse werden uns immer wieder ans saisonale Kochen erinnern. (Tim, Ardian, Michal, Abiraman)
Projektteam
iris röösli
Schule
Kantonsschule Reussbühl
Klassenbezeichnung
SchmaK Klasse 2a
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