Vermittlung von Klimawissen

Klimareise

Anlässlich einer Klassenwoche
haben sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9b (Schulzentrum Rebacker
Münsingen) mit verschiedensten Fragen zu Klima, Klimawandel und Klimaschutz
auseinandergesetzt. Am Montag wurden wir von Nina Liechti von der Biosphäre
Entlebuch informiert, was die Region so einzigartig macht und warum sie von der
UNESCO 2001 als erste Region der Schweiz als Biospährenreservat anerkannt
wurde. Am Dienstag lernten wir anlässlich einer Führung im Gelände die
Unterschiede zwischen einem Hoch- und einem Flachmoor kennen und die Bedeutung
der Moore als CO2-Speicher. Am Nachmittag packten wir tatkräftig an
und halfen auf einer Alp dem Bauern bei Aufräumarbeiten nach dem Holzschlag.
Damit wird gegen die Verwaldung von wertvoller Moorfläche angekämpft. Am
Mittwoch folgte ein vergnüglicher Tag mit einem Brunch, der nur aus regionalen
Produkten bestand (Brot; Zopf, Eier und Konfi vom Bauern aus der Nachbarschaft,
Käse von der Käserei in Marbach). Auch stand ein Besuch in der Kamblyfabrik auf
dem Programm, als Beispiel für einen lokalen Arbeitgeber, der neben Qualität
auch auf Nachhaltigkeit achtet. Am Donnerstag stand das Thema „Energie“ im
Zentrum. Wir besuchten eine Null-Energie-Käserei in der Region, wo die
Schafmilch vom Betrieb gleich zu verschiedensten Produkten verarbeitet wird.
Neben der Degustation dieser hochwertigen Milchprodukte und den spannenden
Zahlen, die uns erklärt wurde, war der Besuch im Stall bei den Lämmern ein
Highlight. Am Nachmittag wanderten wir auf dem Themenweg „Energie“ von
Finsterwald nach Entlebuch und lernten an verschiedensten Stationen
Möglichkeiten der erneuerbaren Energiegewinnung kennen. Am letzten Tag
beschäftigten wir und mit der Frage, wie wir das gewonnene Wissen und die
daraus resultierenden Erkenntnisse in unserem Alltag daheim und in der Schule
anwenden können. Die Umsetzung von konkreten Massnahmen wie Abfalltrennung,
bessere Organisation im Klassenzimmer betreffend Energie, Massnahmen zur
Reduktion von Papier usw. wurden geplant.

Untergebracht waren wir im abgelegenen
Naturfreundehaus „Schrattenblick“ unterhalb der Schrattenfluh. Es befindet sich
in einem der wenigen Funklöcher der Schweiz und die Nutzung des Handys war
nicht in gewohntem Umfang möglich. Zudem lag die Unterkunft ungefähr eine
Stunde Fussmarsch von der nächstgelegenen Postautohaltestelle entfernt. Während
der Woche schränkten wir unseren Fleischkonsum ein und achteten auf eine
vorbildliche Abfallentsorgung.
Schule
Schulzentrum Rebacker
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