Energie

Kleiner Einsatz grosse Wirkung

Kleiner Einsatz, grosse Wirkung: die SchmaK-Aktivitäten der 6f

Die Umwelt ist am Boden, und wir müssen es ausbaden. Die uns vorangegangenen Generationen haben uns ein krankes Klima hinterlassen, und es liegt nun an uns, einen Weg zu finden, dieses wieder aufzupäppeln. Wenn wir Glück haben, können wir es heilen. Aber um dies zu erreichen, müssen wir jetzt damit beginnen. Es wird von uns verlangt, uns zu informieren und auszubilden, um den Schaden, den andere angerichtet haben, zu beheben.

Es reicht aber nicht, wenn bloss wir Jungen uns ändern. Es müssen alle am selben Strick ziehen, was heisst, dass wir die ganze Weltbevölkerung davon überzeugen müssen, an diesem Riesenprojekt mitzuarbeiten. Verständlich ist, dass nicht alle das Gefühl haben, ihre kostbare Zeit dieser Sache opfern zu können. Auch wir haben dieses Jahr nicht sonderlich viel Zeit in Anbetracht der Maturaarbeit und der bevorstehenden Abschlussprüfungen. Deshalb hat sich unsere Klasse zum Ziel gesetzt aufzuzeigen, wie mühelos man im Alltag Acht geben kann, ohne dabei grossen Aufwand zu betreiben: Licht löschen, kürzer duschen, mit der Stofftasche einkaufen und so weiter. Bei genauerem Überlegen wird sogar klar, dass durch die Verbesserung der Gesundheit unserer Welt auch wir selbst gesünder werden. Auf allen Ebenen.

Beginnen wir mit dem kostbaren Gut der Zeit. Sparen Sie Duschwasser, so sparen Sie Duschzeit. Schauen sie weniger oft Fernseher und verkürzen Sie die Arbeit am Computer um einige Minuten. Durch bewusstes Sparen haben Sie schnell eine Stunde gewonnen, die Sie pro Tag neu für sich selber nutzen können. Gehen Sie nach draussen, geniessen Sie die Natur mit Freunden und Freundinnen, und erfahren Sie, wie sie gemeinsam gesünder werden.

Eine weitere Sache, in deren Zusammenhang einfach gespart werden kann, ist das Licht. Lassen Sie sich vermehrt von Ihrem natürlichen Rhythmus leiten und legen Sie sich zur Ruhe, wenn es dunkel wird, anstatt in der ganzen Wohnung das Licht anzumachen, obwohl Sie sowieso vor dem Fernseher einschlafen. Sie werden bald merken, wie viel frischer Sie sich nicht nur am Morgen, sondern den ganzen Tag lang fühlen. Durch mehr Schlaf wird weniger Energie gebraucht, und man hat ausserdem weniger Zeit zu essen. Ein natürlicher und willkommener Nebeneffekt angesichts der Ernährungslage auf unserer Welt und der Tatsache, wie viel Energie durch die Nahrungsmittelherstellung verloren geht. Sie werden nicht nur weniger zu Essen brauchen, auch der morgendliche Kaffee ist nicht mehr zwingend nötig, um den Tag zu überstehen. Erst kürzlich war ja der unsägliche Wasserverbrauch von Kaffee in den Medien allgegenwärtig.

Weiter sollten Sie biologisch und regional einkaufen. Schnappen Sie sich Ihr Fahrrad und machen Sie einen Besuch auf dem nächsten Bauernhof. Bestimmt hat es dort einen kleinen Hofladen mit vielen qualitativ hochwertigen Produkten im Angebot. Gleichzeitig können Sie sehen, wo Ihre Nahrung herkommt, sind an der frischen Luft, schliessen neue Bekanntschaften mit Ihren Nachbarn und können sich ausserdem den Zoobesuch sparen. All dies macht glücklich und Sie demnach ebenfalls gesünder. Was Sie auch gesünder macht, sind die Produkte, welche auf oder in der Erde Ihrer Region gewachsen sind. Alles wird reif geerntet und ist, im Gegensatz zum blassen Hors-sol-Gemüse, in richtiger Erde mit echten Nährstoffen gewachsen, weshalb der Geschmack viel besser und die Zahl der Vitamine höher ist.

Als Letztes, das wohl bekannteste Beispiel der Fortbewegung. Eigentlich wissen es alle, und doch halten sich nur wenige daran. Deshalb kann es nicht schaden, die Frage nach dem richtigen Verkehrsmittel hier noch einmal kurz zu erläutern. Wieso sollte wenn möglich statt ins spritfressende Monster auf den umgänglichen Drahtesel gestiegen werden? Nicht nur stösst der Drahtesel kein CO2 aus, er schont ausserdem Ihr Portemonnaie, da er nicht einmal Heu frisst. Des Weitern sind Sie an der frischen Luft und bewegen sich. (Auch im Regen ist es kein Tabu mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Denn wie heisst es so doch: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung, und Regen macht ja bekanntlich schön!)

Es gäbe noch Unzähliges zu nennen, das jeder Einzelne ohne grossen Aufwand tun kann, um das Klima etwas weniger zu strapazieren. Doch fürs Erste sollen wir es dabei belassen. Wir möchten Sie jedoch abschliessend bitten, sich die vielen Vorteile einer klimafreundlicheren Lebensweise noch einmal vor Augen zu halten. Ist es nicht unglaublich wie viel wir selber auch davon profitieren können?

Für die Schülerinnen der 6f: Jana Aregger
Projektteam
iris röösli
Schule
Kantonsschule Reussbühl
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